Am 22. März fand die erste inoffizielle Schweizer Aeropress Meisterschaft statt. Und welche Location hätte dabei besser gepasst als das Café Frühling in Kleinbasel - dem wohl „third wavigsten“ Kaffeehaus der Schweiz.

Christophe brüht ganz konzentriert.

 

Ausgebucht und super Stimmung

27 Teilnehmer durften bei den Swiss Aeropess Championships mitmachen, darunter das Who is Who der Schweizer Kaffeeszene: Shem Leupin (ehemaliger Schweizer Baristameister), Rayomond Place (Schweizer Brewers Champion) und Nina Rimpl (amtierende Schweizer Baristameisterin).

Der Ablauf der Meisterschaften war wie folgt: immer drei Kandidaten traten gegeneinander an, davon kam jeweils der Beste eine Runde weiter. Um den perfekten Aeropress-Filterkaffee zu brühen blieben 8 Minuten Zeit. Dabei mussten die Teilnehmer nach Ablauf dieser Zeit der Jury eine Tasse mit mindestens 200 ml anbieten. Die Tassen wurden blind verkostet. Wenn alle 3 Juroren eine andere Tasse präferiert haben, hatte ein Entscheidungsjuror den Stichentscheid.

Coffee Circle drückte Christophe Iwanski die Daumen

An den Meisterschaften nahm auch unser Titlis-Besteiger Christophe Iwanski teil. Zur Vorbereitung kaufte er sich Teefilter um die „Fines“ des frisch gerösteten Kaffees herauszusieben. Dass ein Kaffee ähnlich des kenianischen Gatomboya Kaffees aufgrund seiner komplexen Aromen Wettkampfkaffee werden könnte war ein heißer Tipp unseres Kaffee-Evangelisten Hannes Fendrich (offizieller Deutscher Brewing Champion 2013), der Christophe während den Vorbereitungen tatkräftig mit Tipps und Tricks unterstützte.

Christophe begann circa 5 Wochen vor den Meisterschaften nur noch mit der Aeropress Kaffee zu trinken. Seine heissgeliebte Chemex musste warten. In diesen Wochen wurde viel rumgespielt und experimentiert: Umrührtechniken, verschiedene Temperaturen, unterschiedliche Zeiten, Mahlgrade und Abläufe. Die Vorbereitungen waren jedoch nur beschränkt möglich, da der Wettkampfkaffee erst am Morgen der Meisterschaft bekanntgegeben wurde. Die erste Runde begann um 14 Uhr: Ein paar Stunden blieben also um im Studio der Kaffeemacher zu üben, wo sich AeropressenFilterBohnenWaagen und weiteres Kaffeezubehör stapelten. Je näher der Wettkampf kam, desto hektischer und angespannter wurde die Atmosphäre. Und trotz war sie aber auch vor allem entschleunigt: man kennt sich in der Schweizer Kaffeeszene.

Hannes hatte mit seinem Kaffee-Tipp leider nur teilweise Recht. Der Kaffee war zwar ein Kenianer (also eine kenianische Pflanze, genauer gesagt ein SL 28), wurde aber in Ecuador auf der Finca Maputo angebaut und von der Rösterei Kafischmitte geröstet. Auf jeden Fall ziemlich spannend und anspruchsvoll zu brühen!

Shem Leupin und Raymond Place bereiten sich vor.Pro Runde traten drei Wettstreiter an.Shem Leupin und Kai Keong im Halbfinale.

 

Sieger und Verlierer

Alle Teilnehmer mussten ihr Rezept auf einen Zettel schreiben und abgeben. Die Siegerrezepte findest Du auf der Swiss Aeropress Championship Facebook-Seite. Gewonnen hat Kai Keong Ng, dabei hat er zwischen keiner Runde sein Rezept (18.5g Kaffee grob gemahlen, 88 Grad Wassertemperatur, 270 g Wasser, Brühzeit 2 Minuten, 4x dekantieren) verändert.

Christophe ist leider in Runde 1 gegen Felix Hohlmann und Janet Illgenmann ausgeschieden, weil er die Zeit nicht eingehalten hatte: „Ich hatte Probleme beim Einstellen des Mahlgrads, danach wurde ich unsicher, was sich bis zum Schluss durchgezogen hat.“ Er wird seine Lehren daraus gezogen haben und nächstes Jahr mit Vollgas angreifen –dann mit eigener Mahlmaschine.

Ein Superevent war es allemal. Bis nächstes Jahr!

Willst Du keine Blogs mehr verpassen? Meld' Dich hier für unseren Newsletter an!