Coffee Circle testet verschiedene Kaffeemagazine
#Kaffeewissen

3 Magazin-Tipps für Leseratten und Kaffee-Liebhaber

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Anna Brüderl

Die Oster-Feiertage stehen an und seien wir doch mal ehrlich, neben schönen Spaziergängen und Zeit mit der Familie werden wir viel Zeit gemütlich auf dem Sofa verbringen. Ich stelle dir drei Magazin-Tipps zum Schmökern vor: Standart, Caffeine und crema. So, Kaffee brühen, ab auf die Couch und gemütlich machen: los geht’s.

Caffeine – The Coffee Lover’s Magazine

Auf das Caffeine Magazin war ich sehr gespannt, da es mir von einem Freund empfohlen wurde. Den ersten kleinen Pluspunkt erhält das Heft bereits beim Eintreffen: die Haptik des Papiers und das Design des Hefts sind wirklich toll!

Kaum ausgepackt, stürze ich mich mit meiner Mitbewohnerin auf das Magazin. Ausführlich thematisiert werden z. B. Coffee Guides oder Vergleiche von “Heimröstern”. Auch wir haben uns mit diesem Thema beschäftigt. Zu meiner Überraschung kommen sie zum selben Fazit wie wir, obwohl sie deutlich neuere und kostspieligere Maschinen (ua. den neuen Ikawa Home Coffee Roaster) ausprobiert haben.

Die Redaktion des Caffeine sitzt in London, das merkt man auch. Während sich die anderen Magazine um einen internationalen Anspruch bemühen, stellt das Caffeine viele neue Cafés und Events der Third Wave Szene aus Großbritannien vor (mit Fokus auf London). Wenn ich ganz ehrlich sein soll, erinnert mich das an die letzten Seiten der Gala, auf der die vergangenen Events der High Society in München oder sonst wo gefeiert werden – nur dass es sich hier um wesentlich bärtigere Menschen aus der Third Wave Szenerie handelt, die alle etwas glücklicher und freundlicher aussehen.

Das Heft ist relativ “dünn” wodurch man es schnell durchgelesen hat. Das Caffeine ist für jeden spannend, der gerne Up to Date über die Third Wave Szene informiert ist. Auf den ersten Seiten wird über Aktuelles, neue Produkte und die neusten Kaffee-Sorten von unterschiedlichen internationalen Röstern berichtet.

Caffeine – The Coffee Lover’s Magazine | erscheint alle 2 Monate

crema – for coffee lovers

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Die crema ist wahrscheinlich “die” deutsche Kaffee-Lektüre, wenn man das so sagen kann. Allein schon deshalb, weil es mit die einzige (deutschsprachige) Kaffee-Zeitschrift ist, die man im Zeitschriften-Laden kaufen kann.

Die Beiträge im crema Magazin drehen sich um alles Mögliche zum Thema Kaffee – vom Anbau über Hintergrundinfos bis hin zu Kaffeemaschinen und Bewertungen aller Art. Die ersten Seiten enthalten Events, neue Produkte und alles Mögliche aus der Kaffeewelt. Der crema muss man zugute halten, dass sie den Spagat zwischen internationalen Themen und Fokus auf den Kaffeemarkt in den DACH-Ländern schafft. So wird z. B. der brasilianische Cup of Excellence vorgestellt, die Problematik des Berliner Unternehmens Bonaverde behandelt und gleichzeitig ein größeres Feature über den schweizer Kaffeemarkt geliefert. Sehr abwechslungsreich! Außerdem ist die crema hilfreich für alle, die sich überlegen eine neue Kaffeemaschine anzulegen. Auf den letzten Seiten der Zeitschrift werden diverse Maschinen getestet und bewertet.

crema – for coffee lovers | erscheint alle 2 Monate

Richtig guter Kaffee & Zubehör für Zuhause

Standart – standing for the art of coffee

Ich geb’s ja zu. Das Standart hatte mich bereits gefangen, als es bei uns im Büro eintraf und ich den Briefumschlag öffnete. Die Haptik des Hefts ist herrlich und auch der starke Papiergeruch, den das Heft versprüht, mag ich sehr.

Hast du das Jahresabo bestellt, kannst du dich mit jeder neuen Ausgabe über ein Kaffeesample einer Rösterei freuen. Das Standart scheint wie eine Hymne auf die Berliner Kaffeeszene. Denn neben The Barn ist der offizielle Partner des Hefts die Bonanza Coffee Roastery.

Das englischsprachige Standart Magazin ist in 5 Parts unterteilt: Coffee, Barista, Ritual, People und World. Das Standart enthält nicht nur die üblichen Informationen zu Kaffee, dessen Geschichte und Zubereitung. Es liefert vor allem spannende Reportagen über Menschen, die ihre Passion zum Beruf gemacht haben.

Mir gefällt der Part “Coffee” am besten. Diese Beiträge liefern immer wieder Hintergrundwissen rund um unser Lieblingsgetränk oder die Entwicklung im Kaffeeanbau verschiedener Kaffeeregionen. Darüber hinaus schafft es das Standart wirklich gut die Menschen im Kaffeegeschäft vorzustellen und durch Interviews greifbar zu machen – sei es der Barista im australischen Third Wave Café, oder die Geschichte hinter Coffee Collective und Bonanza zu präsentieren. Das Heft ist sehr international ausgerichtet. Außerdem, und hier bin ich nicht sicher, ob es zu den Cons oder Pros gehört, hat dieses Heft ungefähr einen Hipness-Grad von 1.000 Punkten.

Standart – standing for the art of coffee | erscheint alle 3 Monate

And the winner is...

Alle drei Magazine bedienen unterschiedliche Ansprüche. Das Caffeine ist für mich eher was für die Kaffee-Pause. Das crema Magazin ist ein perfekter Allrounder für Leute aus der Branche. Mir persönlich dreht es sich zu oft um Maschinen und Produkttests.

Daher ist mein persönlicher Liebling das Standart. Für mich führt jede Ausgabe zu schönen Aha-Momenten, die mich in meinem Verständnis für Kaffee weiterbringen und mir viel Inspiration vermitteln. Perfekt für gemütliche Nachmittage auf der Couch!

Für Kaffee-Pros dagegen, wie Hannes (zweifacher deutscher Brewing-Champ), ist das Heft eher nett anzusehen (Zitat: “Jo, was Neues stand da jetzt nicht drin, wa?”).

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