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#Kaffeewissen

Was ist der Unterschied zwischen Americano und Café Crème?

Ein Beitrag von Lisanne Weyreuther in der Kategorie #Kaffeewissen  vom 14. September 2017

„Einen Americano, bitte! Oder doch einen Café Crème?“ Beide Getränke werden häufig bestellt, dabei wissen nur die Wenigsten, was sich dahinter verbirgt. Wo liegen die Unterschiede? Und wie bereitet man sie zu? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Es gibt auch ein paar Gemeinsamkeiten

Denn sowohl für den Americano, als auch den Café Crème verwendet man für gewöhnlich Espresso-Röstungen. Das erleichtert das benötigte Equipment, da man so mit seiner Espressomaschine auch größere Tassen Kaffee zubereiten kann, ohne zusätzliche Filterkaffee-Ausrüstung.

Die Unterschiede

Ein Caffè Americano ist ein doppelter Espresso, der mit heißem Wasser verdünnt wird

Laut Erzählungen ist der Americano nach dem zweiten Weltkrieg durch amerikanische Soldaten in Italien zustande gekommen, als stationierten GI’s der geläufige Espresso der Italiener zu kräftig war. Sie verlangten ein Glas heißes Wasser zu ihrem Espresso, um ihn zu verdünnen. So entstand der Begriff Caffè Americano, den wir heute kennen.

Das Mischverhältnis von Espresso zu Wasser beträgt 1:3. Bei einem doppelten Espresso sind das in etwa 25 – 30 ml Espresso und ca. 100 ml heißes Wasser. Die Mengen variieren je nach Zubereiter und Geschmack. Idealerweise sollte für die Zubereitung zunächst heißes Wasser in die Tasse gegossen werden, auf das dann der Espresso gebrüht wird. So bleibt die Crema besser erhalten.

Fülle eine Cappuccino-Tasse zu 2/3 mit heißem Wasser und ziehe darauf einen doppelten Espresso

Der Café Crème ist eine Tasse Kaffee, die im Vollautomaten oder Siebträger zubereitet wird

Um die typische Crema entstehen zu lassen, muss das Wasser mit Druck durch den gemahlenen Kaffee gepresst werden. Doch der wesentliche Unterschied zum Americano liegt im Mahlgrad und in der Wassermenge.

Espresso und Café Crème haben beide eine ähnliche Bezugszeit von etwa 25 – 30 Sekunden. Doch für den Café Crème wird viermal so viel Wasser verwendet wie für den Espresso. Während bei einem Espresso 20 – 30 ml in die Tasse laufen, sind es bei dem Café Crème 120 ml oder mehr. Das wird durch einen gröberen Mahlgrad möglich gemacht – deutlich feiner als für einen Filterkaffee aber etwas gröber als für einen Espresso. Im Gegensatz zum Americano ist der Café Crème auch für die Zubereitung im Vollautomaten geeignet und wird in diesem auch am häufigsten zubereitet.

Lass ca. 120 bis 130 ml Wasser in 30 Sek. durch 17 g Espresso (gröberer Mahlgrad) laufen

Tampen

Dazu empfehlen wir dir folgende Sorten

Gastronomen, die in ihrem Siebträger einen Café Crème zubereiten möchten, empfehlen wir die Anschaffung einer zweiten Mühle für die Zubereitung.

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