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Kaffeekirsche

Ausbildung und Qualitätstraining für 10.000 Kaffeefarmer in Äthiopien

Mit deinem Kaffeekauf trägst du zur Verbesserung der Lebensbedingungen von 10.000 Kaffeefarmern und ihren Familien bei. 1 € pro verkauftem Kilogramm Kaffee fließt in dieses Projekt! Das Ziel? Bessere Qualität und höheres Einkommen durch Ausbildung und Qualitätstrainings.

Bis 2020 begleiten wir 15 Kooperativen über drei Erntezyklen. 10.000 Kaffeefarmer und deren Familien werden im Kaffeeanbau und der Qualitätsverbesserung gefördert, um einen höheren Preis für ihren Kaffee und damit auch ein höheres Einkommen zu erzielen.

Der Preis des Kaffees wird auf Basis der Qualität festgelegt. Diese wird in Cuppings von unabhängigen Experten der äthiopischen Kaffeebörse evaluiert. Je höher die Kaffeequalität ausfällt, desto höher ist auch der Verkaufspreis und analog dazu erzielen die Farmer höhere Einnahmen.

 

In Kürze

  • Projektvolumen: 250.000 €
  • Region: Jimma Zone, im Westen Äthiopiens
  • Kooperativen: 15 Kooperativen in den Woredas Seka, Mana, Goma, Gera und Gumay
  • Geo-Koordinaten: 36.81 oE bis 36.47 oE; 7.56 oN bis 7.91 oN
  • Begünstigte: über 10.000 Kaffeefarmer
  • Umsetzungszeitraum: 2017 bis 2020

Das Projekt besteht aus 4 Maßnahmen

1. Aufbau von Washing Stations

Durch eigene Washing Stations haben die Kooperativen die Möglichkeit ihren Kaffee selbst zu waschen bzw. “washed” Qualitäten zu produzieren. Das Waschen der Kaffeekirschen ist ein wichtiger Teil der Verarbeitung. Gewaschene Kaffees erzielen im Verkauf einen signifikant höheren Ertrag, d.h. wenn die Kooperative diesen Verarbeitungsschritt selbst durchführt, findet ein wichtiger Teil der Wertschöpfung innerhalb der Kooperative statt und die Kooperative kann eine nennenswerte Einkommenssteigerung erzielen.

Bei der Verarbeitung

2. Wissensaufbau in der Kaffeeverarbeitung

Die Farmer erhalten Trainings und Wissensvermittlung im Bereich der Kaffeeverarbeitung. Das Verarbeiten der Kaffeekirschen an der Washing Station spielt eine zentrale Rolle für die finale Kaffeequalität. Hier ist eine sorgfältige Arbeitsweise wichtig. Die Kaffeebohnen müssen korrekt von der Kirsche getrennt, im richtigen Maße fermentiert und zum Schluss sorgfältig getrocknet werden. Die Kooperativen erhalten regelmäßige Trainings und werden während der Erntezeit täglich durch einen Berater assistiert, damit eine bestmögliche Verarbeitung an den Washing Stations stattfindet.

In der Sonne

3. Unterstützung in der Business Planung

Eine Herausforderung für die Kooperativen ist die Erstellung eines Business Plans für die Ernte. Im Vorfeld der Ernte müssen zahlreiche Punkte definiert werden, wie die Frage, wie viel Kaffee produziert werden soll. Daraus abgeleitet muss u.a. kalkuliert werden, wie viel Betriebskapital als Kredit aufgenommen werden muss oder wie viele Drying Beds gekauft werden müssen – oder wie viele Mitarbeiter an der Washing Station für die Ernte eingestellt werden sollten. In Bezug auf diese komplexen Fragestellungen und Berechnungen erhalten die Kooperativen Unterstützung und Wissenstransfer.

Besprechung

4. Erhöhung der Produktivität der Kaffeepflanzen

Obwohl die ökologischen Gegebenheiten für den Kaffeeanbau in dieser Region ideal sind, zählt die Produktivität der Kaffeepflanzen zu den niedrigsten weltweit. Im Durchschnitt produziert hier eine Kaffeepflanze nur ca. 0,5 – 1 kg Rohkaffee. Das Problem ist, dass die Kaffeepflanzen sehr alt sind und nicht zurückgeschnitten werden. Im Rahmen dieses Projekts soll die Produktivität der Pflanzen auf zwei Wegen erhöht werden. Zum einen erhalten die Farmer Trainings, wie sie ihre Pflanzen zurückschneiden können und zum anderen wird an Demonstrationsfeldern gezeigt, wie alte Pflanzen durch neue Jungpflanzen ausgetauscht werden können.

Unser Partner vor Ort: CoQua

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner CoQua (= Coffee Quality) haben wir ein Team in Äthiopien aufgebaut, das diese Maßnahmen direkt mit den Kooperativen umsetzt. Es besteht aus lokalen Kaffeeexperten und Agronomen, die die Kaffeefarmer trainieren und betreuen. Jede Kooperative bekommt einen “Assistant Quality Adviser” zugeordnet, der in dem Dorf der Farmer wohnt und so die Kooperativen rund um das Jahr eng betreuen und schulen kann. Nach drei Jahren Projektlaufzeit sind die Kooperativen in der Lage ihr Wissen weiterzugeben und somit eigenständig zu einer positiven Entwicklung beizutragen.

Das CoQua Team

Cupping
Der Rohkaffee

Warum ist dieses Projekt wichtig?

Der Kaffeeanbau in Jimma hat perfekte Vorraussetzungen. Die natürlichen Gegebenheiten wie Anbauhöhe, Bodenqualität und Klima begünstigen eine hohe Kaffeequalität. Der Zusammenschluss in Kaffeekooperativen ist in dieser Region üblich. Die Kaffeefarmer nutzen eine gemeinsame zentrale Aufbereitungsstation und haben gemeinschaftlich einen besseren Marktzugang.

Es fehlt an technologischer Ausstattung, Zugang zu professioneller Beratung im Kaffeeanbau und einem Austausch zur Qualitätsverbesserung

Dennoch sind die Kooperativen nicht in der Lage ihr Potential voll auszuschöpfen. Es fehlt an technologischer Ausstattung, Zugang zu professioneller Beratung im Kaffeeanbau und einem Austausch zur Qualitätsverbesserung unter den Kooperativen. Diese Schwierigkeiten gepaart mit der wachsenden Bedrohung durch den globalen und regionalen Klimawandel, der sich auf den Kaffeeanbau und auf alle natürlichen Ressourcen in der Region auswirkt, führen zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen und sogar zur Bedrohung der Existenz der Farmer und ihrer Familien.

Auch wir als Kaffeekäufer profitieren, wie auch andere internationale Röstereien, von der höheren Qualität. Für die Farmer bedeutet dies, dass nicht nur wir, sondern auch andere Kaffeekäufer, höhere Einkaufspreise zahlen. Wie sagt man so schön? Eine Win-Win-Situation!

Wir von Coffee Circle sind bereits seit über sieben Jahren in Äthiopien aktiv und kennen den Kaffeemarkt, die Gegebenheiten und nicht zuletzt die Menschen vor Ort sehr gut. Wir sehen in diesem Projekt ein großes Potential, das Einkommen der Farmer signifikant zu steigern.

Am Drying Bed

Hier erfährst du mehr über Anbau, Ernte und Verarbeitung von Kaffee

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Es gibt Fortschritte!

Update vom Februar 2018: Die erste Ernte ist rum!

Die erste Ernte ist eingeholt. Martin und Hannes waren vor Ort, um in einem großen Treffen aller beteiligten Kooperativen die ersten Ergebnisse der letzten Ernte gemeinsam auszuwerten. In diesem ersten Erntejahr konnten wir deutliche Verbesserungen feststellen, sehen aber auch noch viel Potential für die nächsten zwei Jahre.

Der Austausch, das Cupping der eigenen Kaffees, der Erfolg und das Verbesserungspotential für die nächsten Jahre haben die Farmer stark motiviert. Auch wir haben aus diesem ersten großen Treffen viel Antrieb für die nächsten zwei Projektjahre mitgenommen. Einige Kaffees haben unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir haben einige Kostbarkeiten und Kooperativen entdeckt, die schon im ersten Jahr unserer Zusammenarbeit erstklassigen Kaffee produzieren. Du kannst dich auf die kommenden Kaffees freuen!

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Der Rohkaffee
Wir treffen Moata
Bei der Verarbeitung
Drying Beds und Ausblick
Bei der Verarbeitung
Hannes mit dem Rohkaffee
Mit Moata
Bei der Qualitätskontrolle
Bei einer Beprechung
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